Home
Angebote Wattritt
Teilnahmevoraussetzungen
Anfrage + Preise
Termine Wattritt
AKTUELLES
VFD Syke
Wattrittbilder
Kontakt/Gästebuch
Impressum
   
 


Gedacht ist dieses Angebot für Reiter mit eigenem Pferd ! Natürlich auch für Gruppen bis zu 8 bis 10 Reitern, die in einem Vorbereitungskurs im heimatlichen Stall oder bei uns in der Wildeshauser Geest in dieses Reiterlebnis eingeführt werden. Wohnt Ihr weiter weg, empfiehlt sich mindestens eine Übernachtung, besser zwei..        

Wir verleihen keine Pferde!! Daher eigenes Pferd BEDINGUNG!!

Immer wenn wir von unseren Wattritten erzählen, merken wir, dass sehr viele diesen Ritt einmal selbst erleben möchten. Daher haben wir unsere Erfahrungen in einer Broschüre zusammengestellt ( 6,00 Schutzgebühr). Das reicht vielen nicht, - sie wissen nicht wie und wann, und haben allein nicht die Möglichkeit. Wir haben viele Neulinge mit in Neptuns Garten mitgenommen, haben jedes Jahr Gruppen im Bekanntenkreis geführt und haben erstmals in 2004 geführte Ritte für Sie / Euch mit Reiterfahrung und eigenem Pferd angeboten. Dazu gehört evtl. ein Vorbereitungstreffen und ggf. ein Vorbereitungsritt bei Euch oder uns, um sich gegenseitig kennen zu lernen und alles zu besprechen, auch die Gefahren in dieser Natur, deren Zeit-Takte Ebbe und Flut bestimmen.                             
Wir hören ständig von Stürzen mit dem Pferd im Schlamm, insbesondere bei Gruppen, die ohne jede Kenntnis der Verhältnisse in das Wattenmeer reiten ! Das ist nicht nur leichtsinnig, sondern bringt Pferd und Reiter in große Gefahr ! Nutzen Sie unsere Erfahrung zu Ihrer Sicherheit ! 

Wir arbeiten mit Volker und Steffan Griebel auf Neuwerk zusammen - www.husachterndiek.de , so dass auch Mehrtagesritte möglich sind, z. Bsp. Wochenendritt mit zwei Übernachtungen. Dann kann man auch von dort noch zur Insel Scharhörn reiten oder an die Fahrrinne der ELBE. Ein herrliches Erlebnis.....

Durchqueren eines PrielsDas macht allen Spaß: Der Ritt durch die Priele.. !
Wenn sich Watt-Reiter ein verlängertes Wochenende Zeit nehmen, zum Beispiel von Donnerstag bis Sonntag ist das nicht nur ein erholsamer Kurzurlaub, sondern auch ein besonderes Reiterlebnis an vier Tagen. Der Ritt an die Ostseite Neuwerks Richtung Fahrrinne der Elbmündung gehört zum Schönsten was es gibt:                                                            
Endlose Weite, fester Sandboden für lange Galopps oder Trabsequenzen, Meereswellen zum Hineinreiten, manchmal Seehund-Begleitung im Wasser, eventuelle Bernstein-Funde, eine himmlische Ruhe und Zufriedenheit.

Natürlich dürfen hier nur Ritte mit erfahrenen Führern unternommen werden, denn es gibt dort auch Zonen, in denen Pferde stecken bleiben und tief einsinken können. Auch die Verweildauer dort will gut geplant sein, denn die nächste Flut kommt bestimmt. Bei optimalen Verhältnissen haben wir 3 Stunden Zeit. Bei Sonnenlicht ergeben sich tolle Lichtreflexe und Bilder, also Kamera nicht vergessen!

Aber auch die zweite Möglichkeit, der Ritt zur Vogelinsel Scharhörn ist nicht zu vergleichen mit einem „Landritt“. Entlang der Pricken darf innerhalb des Nationalparks Wattenmeer bis an die Insel heran geritten werden. Dort wohnt ein VogelwartIn, der heftig darüber wacht, dass keiner in die Schutzzonen eindringt und die dort lebenden und brütenden Vögel stört. Vom Pferd aus bieten sich herrliche Bilder:

Seevögel-Schwärme sitzend oder fliegend, wasserführende Priele, Muschelbänke, Pflanzen, die sich im Meerwasser behaupten, eine endlose Weite und eine einmalige „frische“ Luft.
Diese Bilder und Eindrücke bleiben dem Tagesreiter verborgen, aber vielleicht entschließt sich doch der Eine oder Andere, das Watt nicht nur als „Rennstrecke“ zu sehen, sondern als facettenreichen Nationalpark, den man zu Pferde erkunden kann.
Dann muss natürlich auch übernachtet werden, aber dafür gibt es Möglichkeiten mit dem Pferd unterzukommen. Die meisten wählen dann für sich das Strohlager und teilen sich dieses von Samstag auf Sonntag mit vielen Anderen. Als Gruppe sicherlich ein tolles Erlebnis! In der Woche ist man dort fast allein. 
Wenn dann die Touristen und „Eintagsfliegen“ die Insel wieder verlassen haben, dann nimmt der Alltag auf der Insel seinen Lauf. Hier hat man jetzt alle Zeit der Welt zuzuhören, wenn Geschichten erzählt werden oder sich Insulaner mal Zeit für einen nehmen. In der Regel sind es wahre Geschichten, auch wenn sie unglaublich klingen. Johann, seit 32 Jahren Gast auf der Insel, erzählte mir beim Eiergrog eine solche. Ich sage nur soviel: Irgendwie fand ein Haltestellenschild für einen Bus vom Festland seinen Weg auf die Insel........Wer mehr wissen will, sollte gleich buchen für den nächsten Ritt mit Übernachtung. Aber Vorsicht, man sollte Sitzfleisch haben, um geduldig die Pointen abzuwarten und den einen oder anderen Eiergrog zu schlürfen. 
Am 24. März 1996 wurde ein Tatort vom NDR von besonderer Güte zum ersten Mal ausgestrahlt: Tod auf Neuwerk mit den Hauptkommissaren Stoever und Brockmöller (Krug und Brauer). Man kann auf der Insel auf ihren Spuren wandeln, insbesondere dann, wenn er gerade zum elfundneunzigsten Mal im Dorfgemeinschaftshaus wiederholt wurde.... 

Danach am Samstag geht´s in den „Anker“, zum Essen und Trinken...! Und man sieht viele bekannte Gesichter: eben wurdest Du noch von der netten Blonden im Café bedient, der Andere hat Dir das Bier im Kiosk verkauft... Jetzt sind alle hier und ab geht die Post!
Und wenn dann die meisten schon im Stroh nach verdächtigen Geräuschen horchen, ja dann kommt Lüder, der Wirt mit seinem Akkordeon und dann gibt es eine Stimmung, die findest Du in keinem Touristenführer beschrieben. Dann bebt die Insel !!

Kann aber nur erleben, wenn man da bleibt, wenigstens eine Nacht..... 

Also gleich buchen und geniessen:             martin-vfd@t-online.de  

WARUM das VORBEREITUNGSTREFFEN ?

Wir haben aus Fehlern, die andere machten, gelernt. Mal waren es "nur" Schnittwunden am Pferdebein durch Muschelbänke, mal ein Schlüsselbeinbruch beim Reiter nach Sturz des Pferdes, es gab aber auch schlimme Stürze, viele wegen Leichtsinn und Unkenntnis. Ganze Reitvereine brettern ohne Kenntnisse der Verhältnisse durch das Wattenmeer! Oder halten, wie jetzt wieder erlebt, keinen ausreichenden Abstand zu den Fußgängern! Teilweise eine richtige Frechheit, was sich "Reiter" da erlauben!

Wir möchten, daß alle gesund wieder nach Hause kommen. Der Ritt auf dem Meeresgrund ist nicht vergleichbar mit irgendeinem Ausritt auf dem Festland. Hier sitzt einem die nächste Flut im Nacken und der Spielraum für Rettungs- und Bergemaßnahmen ist zeitlich eng bemessen. Es fängt schon mit der richtigen Ausrüstung an, geht über die Pünktlichkeit weiter bis zur reiterlichen Disziplin. Darum der Einführungskurs mit allen notwendigen Informationen und  zur Klärung aller Fragen.                                                                                                 Richtig vorbereitet ist der Wattritt für uns das schönste Reiterlebnis im Wasser hier in Deutschland !



Die Watt-Oase für Reiter!Keine Haltestelle für Wattwagen..
Pause auf Neuwerk
  • Watt-Oase in Sicht
  • Kühles Bier zur Pause (nicht für Wattwagen-Gäste..)
  • Super-Ritt auf Super-Boden
  • Pause auf Neuwerk, das sind die Elemente eines Wattrittes!

So kann es leider auch kommen:

Manchmal sind die Wetterprognosen sehr freundlich und manchmal eben nicht. An der Küste ist das Wetter meist etwas anders als auf der Wetterkarte dargestellt. Meist ist es besser.... Aber wehe, wenn der Wind aus West kommt. Die Abflussrichtung der Priele liegt nach Westen und wenn der Wind gegen das ablaufende Wasser drückt, dann bleiben die Priele viel voller. Manchmal so, dass sich geplante Abrittzeiten nach hinten verschieben oder sogar, wie am 14. September 2007, das Wasser gar nicht richtig ablaufen wollte und alle Touren, also Wattwagen, Wattführungen und Wattritte in letzter Minute aufgrund der aktuellen Wetterlage abgesagt werden mussten. Selbst die Übernachtung an Land und der 2. Versuch am nächsten Morgen war nicht von Erfolg gekrönt. Wieder vollständige Absage. Das ist dann so, weil Petrus und Neptun das so wollten.... Nur zur Verdeutlichung: Das "Sahlenburger Loch" war eine Stunde vor Niedrigwasser noch ca. 1,40 m tief! Dazu eine Strömung mit ca. 2m/sek querlaufend. Wir haben uns das vor Ort direkt angesehen und jedem war deutlich, warum die Absage erfolgen musste.

Aber wenn es dann losgeht, dann liest sich das in etwa so:

Der nächste Ritt dann am Freitag zur Fahrrinne. Es war wieder wunderschön! Die sanften Wellen am festen Strand wurden immer dann etwas heftiger, wenn Schiffe passierten und das war häufiger der Fall. Für Pferde eine merkwürdige Angelegenheit. Wellen, die nach den Hufen schnappen......Kann sich jetzt jeder den Geruch, die Geräusche und den weiten Blick vorstellen? Galopps in beliebiger Länge im Wasser oder auf festem Sandstrand. Reiter, was willst Du mehr (mehr Meer)? Drei Stunden mit anschließendem Eiergrog bei Hartmut und dann in das Tüdelüt im Anker, wo wir geräucherten Fisch und Fleisch mit den herrlichen Anker-Bratkartoffeln von Lüder aßen. Tagsüber natürlich die Insel-Erkundungen: Westrunde, Ostrunde und Turmplatz-Besichtigung bei Hartmut, -prüfen, ob die Getränke noch die gleiche Qualität haben etc.

Hatten sie übrigens! Am Samstag sind wir nach Scharhörn geritten, noch immer keinen Regen abbekommen, obwohl landeinwärts allerorten das Wasser vielfach von oben kam. Der Ritt dahin um Neuwerk westwärts herum führt durch ein paar Priele, die aber nicht so tief sind. Je näher wir an Scharhörn heran kamen, desto mehr Pflanzen versuchen dort ihr Glück im gezeitendurchströmten Sand. Ein herrliches Bild: Im Westen Nigesand und im Norden Scharhörn und dazwischen Sand und am Horizont Wasser und die Schiffe auf der meist befahrenen Wasserstraße der Welt. Die diesjährige Vogel- und Naturschützerin kam uns entgegen und wir unterhielten uns kurz, da fast zeitgleich eine Gruppe von angemeldeten Wattwanderen zur Insel-Besichtigung und Erklärung eintraf.

Der Ritt harmonisch und circa 2 ½ Stunden lang bei bestem Wetter. Von Samstag auf Sonntag ist was? Die Disco-Nacht im Anker. Oh je! Nichts los auf der Insel, wir zu sechst allein im Stroh, was soll da abgehen? Aber dann ging doch was. Getanzt haben wir bis kurz nach Mitternacht und Christian Griebel bescherte uns eine Super-DVD vom Live-Konzert in Paris mit Phil Collins auf großer Leinwand. Dazu wurde natürlich auch getanzt und, noch viel besser, auch live Musik gemacht. Ein Inselgast hatte sein Saxophon dabei und nachdem ein Mitstreiter sein Schlagzeug aufgebaut hatte (einen Tisch in der Mitte der Tanzfläche!!!) ging es ab zu der Musik von Phil Collins. Schade, dass so viele nicht dabei waren.....ABER: Ihr könnt es jederzeit auch erleben:                                www.wattritt.de .
Und dann war da noch der Sonntag mit frühem Niedrigwasser und spätem.  Windstärke 6-8 aus Südwest, -was das heißt, habe ich schon an anderer Stelle ausführlich beschrieben. Im Watt blieben ca. 60 – 80 cm stehen, d.h. die Priele waren deutlich voller als beim Hinritt. Dann sagte Stefan: „Ach übrigens, ihr könnt noch eine Nacht bleiben, der Wind soll noch stärker werden!“ Aber um 14.00 Uhr sollte diese Aussage wieder revidiert werden. Der Wind ließ nach und die Prognose des Schiffers vom „Flipper“, der Carmen und Monika aus Sicherheitsgründen und weil Volker für abends seine Touren absagte, nach Cuxhaven brachte, traf ein: „Es wird auf Null ablaufen.“ Na ja, ganz so war es nicht, denn es lief ja auch höher auf, so dass einige Zentimeter stehen blieben, die Priele aber leer waren. Aber auch, weil wir uns beim Heimritt nach einem so schönen langen Wochenende etwas mehr Zeit ließen und planmäßig um 20.45 Uhr wieder bei Fock waren, wo leider schon die Anlage mit dem Komfort-Faktor (WC und Warmwasser) abgeschlossen war und wir nur den Waschplatz als Vorteil erleben konnten.  

In der Zusammenfassung: 

  • Pferde überstehen die Tour mit gewohntem Futter besser.
  • Die Insel und die „Verpflegung“ war wieder Spitze,
  • die Insulaner „einladend“ und
  • wir hatten für vier tolle Ritte eine Super-Truppe zusammen!
  • Oder??
  • Ich danke den Mitreitern für Ihr Vertrauen
  • und habe mich sehr gefreut über Eure Teilnahme !

Mit Barbe, Christine und Sandra im Watt 

Schon beim Vorbereitungskurs mit Christine und Sandra bei uns auf unserem Hof war klar: Das wird ein Heidenspass ! Der Haflinger und der dreijährige Wolverine kamen gut konditioniert an und unser 10 km – Ritt durch unser Reitgebiet in der Wildeshauser Geest veranlasste die Beiden uns anzukündigen, dass sie bitte noch einmal kommen, weil das bei uns so schön sei. Darauf freuen wir uns.
Dann gingen die emails hin und her: immer mehr merkte man die Spannung: Wann geht es endlich los? Wetterberichte wurden studiert, Sonne, Hitze, Regen ? Wir sollten es erfahren....
Freitag, 29. Juli 2005: zunächst trocken, Pferd verladen, Barbe in Bremen mit Pferd abgeholt, gegen Bremerhaven hin: Regen ! Das heißt gar nichts, an der Küste sieht es immer anders aus. Am Parkplatz in Neuenwalde Christine und Sandra vereinbarungsgemäß getroffen und bei trockenem Wetter mit etwas Sonne in Sahlenburg eingetroffen. Ich konnte gar nicht so schnell satteln, wie die drei auf dem Pferd saßen! Die Aufregung war da und übertrug sich auch ein bisschen auf Wolverine - 3-jährig. Straße entlang, über den Dünenkamm und da war sie endlich, NEIN ! Sie war ja weg, die Nordsee, aber das Wattenmeer lag vor uns. Zunächst einmal ruhigen Schrittes Richtung Hundestrand für die ersten Fotos. Der erste Trab, der erste Galopp, befreites Lachen, denn soweit alles gut. Die Wattwagen zogen davon, in der Ferne sahen wir sie kurz in den ersten Priel eintauchen. Wir ließen uns noch Zeit, Christine und ihr Haflinger sollten nicht hier schon getauft werden.
Der erste Priel: Ca. 70 cm hatte er heute an Tiefe, es war Spaß pur. Die erste Bekanntschaft mit Wassertropfen und Sandspritzern sah man im Gesicht. Danach war die Anspannung wie weggeflogen, Priel geschafft, wo ist der nächste ? Hier ein Trab, da ein Galopp, immer wieder ein Priel, aber manchmal auch durch flaches Wasser durchgaloppiert. Immer wieder mal ein Photo und dann war Neuwerk schon zum Greifen nah. Auf der mainstreet zu Griebel, Pferde versorgen, Essen und Trinken, Gepäck kommt, Schlafplatz herrichten und aus den Klamotten raus.
Kurzer Besuch bei „Otto“, der Hartmut heißt. Das anschließende UNO-Spielen ist einer nicht gut bekommen, ob das an den Karten oder dem Reizklima gelegen hat ? Oder doch am Genever ? 19:00 Uhr Tüdelüt, Fischessen satt, danach Verdauungsspaziergang über halbe Insel. Doch dann mein Entsetzen: „Ich bin müde!“-„Ich auch!“-„Ich auch!“ Auf Neuwerk!! Ein bisschen geritten, bisschen gelaufen, bisschen getrunken und schon müde ?! Also daran müssen wir bis zum nächsten Mal noch arbeiten:          22 Uhr Bettruhe, habe ich bisher noch nicht erlebt.
Samstag, 30. Juli 2005: Begann heftig mit Regen, ließ dann nach, so dass wir zu „Otto“ gehen konnten. Mussten dann dort bleiben, weil der Regen und Johann das so wollten, Eiergrog passt auch gut zu Regen. Verstohlener Blick zur Uhr, - 12:00 Uhr, 12:15, 12.30 Uhr Abfahrt der Wattwagen, so auch eigentlich Zeit für den Aufbruch zur Fahrrinne. Und wir saßen bei „Otto“ und es regnete in Strömen... Aber es wäre nicht Neuwerk, wenn es nicht alles immer anders kommt. Schluß mit Regen, zügigen Schrittes auf den Hof, umziehen, Sattellage sauber machen und ab geht’s. Etwas verkürzt, aber noch in Ruhe sind wir gen Fahrrinne der Elbe geritten, zunächst zu den Bernsteinstränden und durch die Priele. Beim Herausreiten aus einem Priel wurde der Sand tiefer und drei von uns kamen durch. Christine jedoch bestand auf ihre Taufe. Avalon hielt inne und kippte etwas zur Seite. In Ruhe war das kleine Abenteuer nach einer Minute schon wieder vorbei und Christine und ihr Pferd um eine Erfahrung reicher. Anschließend herrliche Galopps auf dem festen Boden und Blick auf den Nord-Ost-Rand von Neuwerk und auf das endlose Wasser. Aufgrund der verlorenen Regenzeit konnten wir nicht bis an die Nord-Ost-Spitze reiten, wo die Elbe direkt vor den Füßen fließt und die Schiffe sehr groß wirken. Noch einmal Speed auf bestem Boden und dann langsam zurück zu „Otto“, denn jetzt passte nichts besser als Eiergrog. Dann Eintopf und etwas Ruhe. Abendessen im „Anker mit anschließender Inselerkundung durch die Salzwiesen. Ich hatte noch eine Verabredung mit Stefan in der „Bar Wolkenlos“, und Barbe, Christine und Sandra kamen tatsächlich mit.
Cocktail allein hätte auch ziemlich fade geschmeckt...
Doch was dann kam, verschlägt einem erfahrenen Neuwerk-Reiter die Sprache und lässt die Finger beim Schreiben erstarren:
„Ich bin müde!“-„Ich auch!“-„Ich auch!“ !!!!!!!!

Samstagabend, ein bisschen geritten, ein bisschen getrunken und müde????

Nein, das konnte ich mir nicht antun, der „Anker“ rief, ich konnte es deutlich hören. Nur ausnahmsweise und weil Ihr versprochen habt, dass beim nächsten Mal alles anders wird, habe ich zwei Bilder „live“ aus dem Anker geschossen (siehe Wattrittbilder...)
Partystimmung bis weit in die Nacht !  

Sonntag, 31. Juli 2005: Fing gut an mit Sonne und Frühstück, ließ dann aber heftig nach. Bewölkung und sehr starker Westwind. Ich erzählte von den Folgen dieses Windes und das wir viel Zeit haben werden, weil das Wasser nicht so schnell ablaufen würde. Also Erkundung der Ostseite der Insel mit einem heftigen Minutenschauer, der aber folgerichtig uns zu „Otto“ trieb.
Warten mit dem Eiergrog und schon den ersten Erinnerungen: weißt Du noch vorgestern, gestern und überhaupt ? Warten, denn der Wind ließ nicht nach. Dafür aber kam der Regen, aber erst nachdem wir Schlauen die Pferde in die Box von der Weide zurückgeholt hatten. Dennoch Regen und zwar fiel viel. Ich dachte mir das schon und so kam es auch: Volker verschob die Abfahrtszeit wegen des Starkwindes um eine ¾ Stunde. In Ruhe Sachen packen, seefest machen und auf den Anhänger verladen und abwarten. Eine Gruppe saß noch lange vor der Abfahrtszeit der Wattwagen auf ihren Pferden und ritt im Regen auf dem Hof hin und her. (Watt soll datt?) Endlich fuhren die Wattwagen, die nasse Gruppe ritt ab, bald der Trecker hinterher und so konnten auch wir den Hof verlassen. Mit dem Gefühl bald wieder kommen zu wollen, ging es wieder in das Watt. Die Priele waren dann doch noch ganz ordentlich abgelaufen, aber die Strömung war heute stärker.
An einem Priel entstand so eine höhere Abrisskante. Rechts von uns im Flachen eine Muschelbank, durch die wollte ich nicht ohne Not. Also kurz gesagt: „Vorsicht Kante! Ruhig hineingehen.“ Lemmy und Wolverine haben das auch verstanden, Double hingegen wollte erst nicht, dann aber doch und das mit einem großen Satz. Das hat Avalon etwas missverstanden: Juhu ! Seejagdspringen ! Und schon wurde Christine ein zweites Mal von Neptun getauft. Bei dem Regen, den wir aber während des ganzen Rittes hatten, war das aber auch egal.
Nass aber glücklich sind wir nach drei herrlichen Watt- und Neuwerktagen wieder an Land gegangen. Die Pferde etwas schlanker, was manchem gut bekam und alle dachten dasselbe:

„Wann geht´s wieder los?“ 

Dank an Euch, es hat mir viel Spaß gemacht!
                                                                                                                             siehe auch: Ein schöner Tag im Watt-Rock-Cafè, Bericht vom 10. Juli 2005 unter <Wattrittbilder>